Wer sollte eine Vollkaskoversicherung für sein Fahrzeug abschließen?

Aus den vorangegangenen Artikel lässt sich entnehmen, dass eine Vollkaskoversicherung insbesondere für Fahrzeuge sinnvoll ist, die einen gewissen Wert aufweisen. Wer dagegen ein altes und abgenutztes Fahrzeug fährt, der ist nicht unbedingt darauf angewiesen, im Schadensfall den Schaden an seinem Fahrzeug von der Versicherung ersetzt zu bekommen. Anders dagegen, wenn man ein relativ neues beziehungsweise hochwertiges Fahrzeug fährt. Die Regulierung eines selbstverschuldeten Schadens könnte in diesem Fall so teuer werden, dass man sie ohne entsprechenden Versicherungsschutz gar nicht aus eigener Tasche bezahlen kann.

Es gilt daher die Regel: Wer ein relativ neues Fahrzeug mit einem Alter von maximal fünf bis sechs Jahren fährt, für den ist in der Regel ein Vollkasko-Versicherungsschutz obligatorisch. Natürlich kann man das Ganze nicht vollständig pauschalierten, es hängt es auch viel mit dem Wert des Fahrzeuges zusammen. Wer ein besonders teures Fahrzeug sein Eigen nennt, tut mitunter gut daran, dieses auch noch in einem Alter von mehr als fünf bis sechs Jahren mit einer Vollkaskoversicherung zu versichern. Schließlich ist dieses Fahrzeug auch in höherem Alter noch entsprechend wertvoll, so dass eine Reparatur des selbstverschuldeten Schadens sehr ins Geld gehen würde.

Die gemachte Angabe von fünf bis sechs Jahren bezüglich des Fahrzeugalters ist also nur als grober Anhaltspunkt zu verstehen. Es muss jeweils individuell abgeschätzt werden, ob eine Vollkaskoversicherung für das eigene Fahrzeug lohnend ist oder nicht.

Für bestimmte Berufsgruppen oder Typen von Fahrzeugführern ist dagegen der Abschluss einer Vollkaskoversicherung absolut obligatorisch. So zum Beispiel bei Fahrern, die gewerblich andere Personen befördern (Taxifahrer, Chauffeure etc.). Auch wer sein Fahrzeug gewerblich nutzt und auf dieses in jedem Fall angewiesen ist, sollte auf jeden Fall eine Vollkaskoversicherung abschließen. Meist handelt es sich dabei sowieso nicht um ältere Fahrzeuge, so dass sich die Frage gar nicht stellt, ob eine Vollkaskoversicherung lohnenswert ist oder nicht.
Versicherungsvergleich
Man sollte jedoch nicht glauben, dass einen die Vollkaskoversicherung von allen Sorgfaltspflichten im öffentlichen Straßenverkehr entbindet. Wer grob fahrlässig handelt beziehungsweise unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen Auto fährt, dem nützt auch ein Vollkaskoversicherungsschutz nichts. Die normale Sorgfalt im Straßenverkehr sollte also in jedem Fall gewahrt bleiben, so dass sich die Frage nach Sinn oder Unsinn einer Vollkaskoversicherung ausschließlich durch den Wert des Fahrzeuges beantworten lässt.

Nicht von der Hand zu weisen ist der Umstand, dass eine Vollkaskoversicherung in der Regel eine sehr teure Versicherungsform ist. Der Unterschied zur Haftpflicht- und zur Teilkaskoversicherung ist teilweise extrem groß – insbesondere bei Fahrzeugen, die in einer hohen Versicherungsklasse eingestuft sind. Dabei handelt es sich oft um Fahrzeuge, die eine hohe Motorleistung aufweisen, gerne sportlich bewegt werden und somit besonders häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Man kann also die Prämie für die Vollkaskoversicherung alleine dadurch beeinflussen, dass man einen bestimmten Fahrzeugtyp wählt beziehungsweise nicht wählt. Hier hilft es, vor dem Fahrzeugkauf einen Blick in die Tabellen mit den Versicherungsklassen für die einzelnen Fahrzeugtypen zu werfen. Diese erhalten Sie im Internet oder auch auf Anfrage bei Ihrer Versicherungsgesellschaft.